Der Schock beim Hauskauf: Warum der reine Immobilienpreis eine gewaltige Lüge ist
Der absolute Traum vom idyllischen, eigenen glänzenden Haus im Grünen treibt Millionen Menschen verlockend auf einschlägige Online-Immobilienportale. Dort finden aufgeregte Pärchen dann das lang ersehnte Wunsch-Objekt mit einem Preisschild von "nur" 400.000 Euro. In reiner Euphorie stürmt man völlig blauäugig zur kleinen Hausbank und verkündet stolz: "Ich habe endlich genau die 400.000 Euro Kaufpreis gespart, finanziert mir bitte sofort diese traumhafte Immobilie!". Die brutale, eiskalte Antwort des kopfschüttelnden Bankers ist meist ein vernichtender Schlag ins Gesicht des ahnungslosen Erstkäufers: "Sie vergessen leider komplett die deutschen Kaufnebenkosten. Sie haben überhaupt kein ausreichendes Eigenkapital für dieses Objekt!". Was ist passiert? Der Immobilienmarkt funktioniert im extremen Gegensatz zum banalen Aktienkauf mit absurden, astronomisch teuren Zusatzgebühren.
Das Trio des Grauens: Steuer, Notar und der Makler
In Deutschland ist es absolut unmöglich, ein Stück Land einfach per Handschlag oder kurzem App-Wisch zu erwerben. Es hängen sich stattdessen sofort drei gigantische und extrem teure Institutionen parasitär an deinen Lebens-Traum, die ausnahmslos alle kräftig mitkassieren wollen. Der furchtbarste Treiber ist die völlig absurde, länderspezifische Grunderwerbsteuer. Je nachdem, auf welcher Straßenseite (Bundeslandgrenze) dein Haus steht, zahlst du dem hungrigen Staat unfassbare 3,5% bis gigantische 6,5% des Kaufpreises völlig ohne jede reale Gegenleistung! Zweitens zwingt dich der Staat zwingend zu einem offiziellen Notar (und dem gerichtlichen Grundbuchamt), welche nochmals pauschal saftige 2,0% der Summe abkassieren, nur um einen Stempel auf ein PDF-Dokument zu setzen. Und der finale Sargnagel des Eigenkapitals ist der meist lachende Makler, der für das bloße Aufsperren der Vordertür oft brutale 3,57% Provision von dir fordert (und denselben Betrag vom Verkäufer!).
Warum reines Eigenkapital die absolut kritische Lebensader ist
Wenn wir dieses desaströse Nebenkosten-Trio (Steuer 6,5% + Notar 2,0% + Makler 3,57%) zusammen aufsummieren, landen wir in Extrem-Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen bei völlig geisteskranken 12,07% puren Zusatzkosten. Bei einem bescheidenen 400.000€-Resthof sind das gigantische 48.280 Euro! Dieses Geld verbrennt restlos auf der Straße. Es liefert dir keinen einzigen neuen Ziegelstein für dein warmes Wohnzimmer. Und exakt deswegen weigern sich deutsche Banken strikt und eisern, dir für diesen verlorenen "Papiermüll" (Nebenkosten) einen Kredit zu geben! Die Bank sichert sich massiv über die Steine (das Gebäude) ab. Aber sie kann den Notar nicht pfänden, falls du den Kredit nicht zahlst. Dein persönliches, hart erspartes Bargeld auf dem Girokonto muss zwingend und absolut kompromisslos im ersten, blutigen Schritt komplett für diese 12% Nebenkosten geopfert werden! Erst was von deinen Ersparnissen nach diesem Gemetzel noch übrig bleibt, fließt als "echtes Eigenkapital" in die tatsächliche Finanzierung der Steinwände ein. Hast du nicht einmal genug Bargeld für die reine Steuer und den Makler, platzt dein Kaufvertrag gnadenlos noch vor dem ersten Notartermin.
