Kryptowährungen und Steuern in Deutschland: Was Sie wissen müssen
In Deutschland werden Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen als "private Veräußerungsgeschäfte" (§ 23 EStG) behandelt. Das bedeutet, dass sie nicht der Abgeltungssteuer unterliegen, sondern mit Ihrem persönlichen Einkommenssteuersatz besteuert werden.
Die 1-Jahres-Frist
Wenn Sie Ihre Bitcoins, Ether oder andere Token länger als 365 Tage halten, ist der Gewinn beim Verkauf komplett steuerfrei — egal wie hoch er ausfällt.
Die 600€ Freigrenze
Bleibt Ihr Gesamtgewinn aus privaten Veräußerungsgeschäften im Kalenderjahr unter 600€, müssen Sie keine Steuern zahlen. Achtung: Ab 601€ wird der gesamte Betrag steuerpflichtig!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wird Krypto automatisch vom Broker versteuert?
Nein. Im Gegensatz zu Aktien führen Krypto-Börsen (wie Coinbase, Kraken oder Binance) in der Regel keine Steuern an das deutsche Finanzamt ab. Sie sind selbst dafür verantwortlich, Ihre Gewinne in der Steuererklärung anzugeben.
Was ist die FIFO-Methode?
FIFO steht für "First-In-First-Out". Das Finanzamt unterstellt meist, dass die Coins, die Sie zuerst gekauft haben, auch als Erstes wieder verkauft werden. Dies ist besonders wichtig für die Berechnung der Haltedauer.
