Welche steuerlichen Vorteile ergeben sich für deutsche Anleger durch den Kauf von Microsoft-Aktien über einen thesaurierenden ETF im Vergleich zum direkten Kauf?
TrendTicker24 Redaktion
Finanzexperte
Der Kauf von Microsoft-Aktien über einen thesaurierenden ETF bietet deutschen Anlegern einige steuerliche Vorteile im Vergleich zum direkten Kauf.
- Steuerstundung: Thesaurierende ETFs legen die Dividendenerträge automatisch wieder an, anstatt sie auszuschütten. Dies führt zu einer Steuerstundung, da die Dividenden erst beim Verkauf der ETF-Anteile versteuert werden müssen. Beim direkten Kauf von Microsoft-Aktien fallen hingegen sofort Steuern auf die Dividenden an.
- Zinseszinseffekt: Durch die Wiederanlage der Dividenden im ETF profitiert der Anleger vom Zinseszinseffekt. Die reinvestierten Dividenden generieren zusätzliche Erträge, die wiederum reinvestiert werden können. Dieser Effekt wird durch die Steuerstundung verstärkt.
- Vereinfachung der Steuererklärung: Der thesaurierende ETF vereinfacht die Steuererklärung, da keine jährlichen Dividendeneinnahmen angegeben werden müssen. Erst beim Verkauf der ETF-Anteile muss der Gewinn versteuert werden.
- Teilfreistellung: Bei in Deutschland aufgelegten Aktien-ETFs (und somit auch bei solchen, die Microsoft-Aktien enthalten) greift die Teilfreistellung. Diese beträgt aktuell (Stand 2024) 30% der Erträge, d.h. nur 70% der Gewinne aus dem Verkauf der ETF-Anteile müssen versteuert werden. Dies reduziert die Steuerlast im Vergleich zum direkten Kauf.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Besteuerung von ETFs komplex sein kann und von verschiedenen Faktoren abhängt, wie z.B. der Art des ETFs (thesaurierend oder ausschüttend), dem Domizil des ETFs und der individuellen Steuersituation des Anlegers. Eine individuelle Beratung durch einen Steuerberater ist empfehlenswert.
Fazit & Wichtige Punkte
- 1Steuerstundung durch Thesaurierung
- 2Zinseszinseffekt durch Reinvestition der Dividenden
- 3Vereinfachung der Steuererklärung
- 4Teilfreistellung reduziert Steuerlast
