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SteuernNVDA
2026-02-13

Welche steuerlichen Aspekte müssen deutsche Anleger bei der Veräußerung von NVIDIA-Aktien mit Bezug auf den Haltezeitraum und die Spekulationssteuer beachten?

TrendTicker24 Redaktion

Finanzexperte

Deutsche Anleger müssen bei der Veräußerung von NVIDIA-Aktien verschiedene steuerliche Aspekte beachten.

  • Spekulationssteuer: Gewinne aus dem Verkauf von Aktien unterliegen grundsätzlich der Abgeltungssteuer von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5% auf die Abgeltungssteuer) und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Abgeltungssteuer wird automatisch von der depotführenden Bank abgeführt.
  • Haltefrist: Anders als bei Immobilien gibt es bei Aktien keine Spekulationsfrist. Das bedeutet, dass Gewinne aus dem Verkauf von NVIDIA-Aktien immer der Abgeltungssteuer unterliegen, unabhängig davon, wie lange die Aktien gehalten wurden.
  • Verrechnung von Verlusten: Verluste aus Aktiengeschäften können mit Gewinnen aus Aktiengeschäften verrechnet werden. Es gibt allerdings Beschränkungen bei der Verlustverrechnung mit anderen Einkunftsarten. Die depotführende Bank führt in der Regel einen Verlustverrechnungstopf.
  • Freistellungsauftrag: Jeder Anleger hat einen jährlichen Sparer-Pauschbetrag (Freistellungsauftrag). Für Ledige beträgt dieser 1.000 Euro, für Verheiratete 2.000 Euro (Stand 2024). Bis zu dieser Höhe sind Kapitalerträge steuerfrei. Ein Freistellungsauftrag kann bei der Bank eingerichtet werden.
  • Teilfreistellung bei Fonds/ETFs: Sollten die NVIDIA-Aktien über einen Aktienfonds oder ETF gehalten werden, kann eine Teilfreistellung greifen, wodurch ein Teil der Erträge steuerfrei ist. Die Höhe der Teilfreistellung hängt von der Art des Fonds ab.
  • Dokumentation: Es ist wichtig, alle Transaktionen und Belege sorgfältig zu dokumentieren, um die Steuererklärung korrekt erstellen zu können. Die Bank stellt in der Regel eine Jahressteuerbescheinigung aus.

Beispiel: Ein Anleger verkauft NVIDIA-Aktien mit einem Gewinn von 5.000 Euro. Er hat seinen Freistellungsauftrag bereits ausgeschöpft. Es fallen 25% Abgeltungssteuer (1.250 Euro) zzgl. Solidaritätszuschlag (68,75 Euro) an. Die zu zahlende Steuer beträgt somit 1.318,75 Euro. Gegebenenfalls kommt noch Kirchensteuer hinzu.

Fazit & Wichtige Punkte

  • 1Abgeltungssteuer auf Gewinne beachten
  • 2Keine Spekulationsfrist bei Aktien
  • 3Freistellungsauftrag nutzen
NVIDIA Aktien Steuer: Was Anleger wissen müssen | TrendTicker24