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Steuern
2026-02-13

Wie wirkt sich ein Freistellungsauftrag konkret auf die Besteuerung von Dividenden aus nachhaltigen ETFs im Jahr 2026 aus, wenn ich bereits einen Teil meines Freibetrags durch Zinserträge ausgeschöpft habe?

TrendTicker24 Redaktion

Finanzexperte

Ein Freistellungsauftrag ermöglicht es Ihnen, Kapitalerträge bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei zu vereinnahmen. Für das Jahr 2026 gilt voraussichtlich weiterhin der aktuelle Sparerpauschbetrag. Nehmen wir an, dieser beträgt weiterhin 1.000 Euro für Ledige und 2.000 Euro für Verheiratete.

Wenn Sie bereits einen Teil Ihres Freibetrags durch Zinserträge ausgeschöpft haben, steht Ihnen für Dividenden aus nachhaltigen ETFs nur noch der verbleibende Restbetrag zur Verfügung.

Beispiel: Angenommen, Sie sind ledig und haben bereits 400 Euro Zinserträge erzielt. Ihr verbleibender Freibetrag beträgt dann 1.000 Euro - 400 Euro = 600 Euro. Dividenden aus Ihren nachhaltigen ETFs bis zu dieser Höhe von 600 Euro sind dann steuerfrei. Auf alle Dividendenerträge, die diese 600 Euro übersteigen, fällt Abgeltungssteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) an. Die Bank führt diese Steuer automatisch ab.

Es ist wichtig, den Freistellungsauftrag bei der Bank oder den Banken einzurichten, bei denen Sie Ihre Depots führen. Verteilen Sie den Freibetrag sinnvoll auf Ihre Konten, sodass Sie den maximalen Vorteil nutzen. Nicht genutzte Freibeträge verfallen am Ende des Jahres.

Fazit & Wichtige Punkte

  • 1Freibetrag mindert Steuer auf Dividenden
  • 2Verbleibender Freibetrag nach Zinserträgen relevant
  • 3Freistellungsauftrag bei Bank einrichten
Freistellungsauftrag Dividenden ETF: So gehts! | TrendTicker24