Inwieweit beeinflusst die unterschiedliche Besteuerung von Kursgewinnen und Dividenden die Wahl zwischen Aktien von Wachstumsunternehmen, die kaum Dividenden zahlen, und etablierten Unternehmen mit hoher Dividendenrendite im Hinblick auf eine langfristige Anlage bis 2026?
TrendTicker24 Redaktion
Finanzexperte
Die unterschiedliche Besteuerung von Kursgewinnen und Dividenden kann die Anlageentscheidung erheblich beeinflussen, besonders bei einem Anlagehorizont bis 2026. In Deutschland unterliegen Dividenden und Kursgewinne der Abgeltungssteuer von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
Wachstumsunternehmen (geringe Dividende): Der Vorteil liegt in der Aufschiebung der Steuerzahlung. Kursgewinne werden erst beim Verkauf der Aktien realisiert und versteuert. Dies ermöglicht einen Zinseszinseffekt, da die nicht versteuerten Gewinne reinvestiert werden können. Bei langfristiger Haltedauer kann dies zu einem erheblichen Vorteil führen. Allerdings ist das Risiko bei Wachstumsunternehmen oft höher.
Etablierte Unternehmen (hohe Dividende): Dividenden werden jährlich ausgeschüttet und sofort versteuert. Dies reduziert den Zinseszinseffekt. Der Vorteil liegt in den regelmäßigen Einkünften und der tendenziell geringeren Volatilität etablierter Unternehmen. Für Anleger, die regelmäßige Erträge benötigen, können Dividendenaktien attraktiv sein.
Fazit: Für einen Anlagehorizont bis 2026 könnte die steuerliche Aufschiebung bei Wachstumsunternehmen vorteilhafter sein, besonders wenn ein starkes Wachstum erwartet wird. Allerdings sollte das höhere Risiko berücksichtigt werden. Dividendenaktien bieten hingegen regelmäßige Erträge, die aber sofort versteuert werden. Die individuelle Präferenz und Risikobereitschaft sind entscheidend.
Fazit & Wichtige Punkte
- 1Kursgewinne werden erst beim Verkauf versteuert.
- 2Dividenden werden jährlich versteuert.
- 3Wachstumsaktien bieten Steuervorteile durch Aufschub.
